
Einen guten Rutsch in ein besseres Jahr 2021

Slotcamp
Zum BMW M1 hatte ich seit meiner ersten Fahrstunde meines Führerscheins eine ganz besondere Beziehung.
Man schrieb 1979, meine erste Fahrstunde in einem knallgelben Golf Diesel mit satten 50PS führte mich mit stolzen 80 km/h über die Landstrasse in meiner Umgebung, plötzlich richtig geiles Motorgeräusch rundum, Blick in den Rückspiegel und seh nur war ganz niedriges, dann machts schummm-schmumm- schummm und 3 BMW M1 wollen sich von einem Fahrschulgolf nicht aufhalten lassen. Ich war perplex, begeistert und was weiß ich noch alles, meinem Fahrlehrer gings ebenso und er schrie im einfach los “ bist narrisch, das sind ja BMW M1, noch nie einen gesehen“.
Ich diesle brav weiter und wir haben nur mehr ein Thema, was für geile Autos, dann kommen wir in einen kleinen Ort und ich bremse mich ganz brav auf 50km/h ein, dann rechts eine kleine Landtankstelle und was steht da?, die 3 M1 stehen schlange vor einer Zapfsäule für Super. Mein Fahrlehrer meint sofort, Spiegel schaun, rechts blinken, zur Tankstelle abbiegen und rechts einparken.
Wir stiegen aus und bestaunten mit offenen Mund und ehrfürchtigen Abstand diese 3 Wahnsinnsautos, plötzlich steigt der Fahrer des hinteren M1 aus und fragt uns ganz freundlich wo es den da ein gutes Wirtshaus zum speisen gibt, mein Fahrlehrer gibt im gerne Auskunft und mich ziehts automatisch immer näher zum M1 hin, fragt der Fahrer mich, na gefällt dir wohl besser als dein Fahrschulgolf, sag ich, ja logisch, aber das ist meine erste Stunde und da passt der Golf schon, meint er drauf, darfst ihn dir schon genau anschaun, ich umkreise dieses Teil und meine Nase klebt schon fast an den Scheiben um genau ins Innere schaun zu können.
Der Fahrer lacht, macht dir Tür auf und meint, weils deine erste Fahrstunde ist, wenn du magst darfst dich reinsetzen, aber nichts anfassen, na was soll ich sagen, besser als die feuchtesten Träume in dem Alter *gg*.
Dann war die Zapfsäule für ihn frei und er startet den Motor um vorzurollen, so ein Sound das ich mich am liebsten an den Auspuff klammern wollte.
Damals reichten bei uns 8 Fahrstunden zur Prüfung und jede einzelne Stunde gab es nur mehr ein Thema, die M1.
Die Gruppe 5 M1 haben mir nie sonderlich gefallen, die ProCar M1 umsomehr, dann sah ich vor einigen Tagen bei einem Händler die Carrera M1 als Dekoauto angeboten, ohne Motor und Leitkeil etc, dafür in meinen 2 Lieblingslackierungen zu einem Schnäppchenpreis, also 4 Stück geordert, 2 davon entlackt und selber gestaltet, aufs Plafit S32 gesetzt, mit dem SD 2035 bestückt und nun schnurrn diese 4 M1 ganz entspannt ihre Runden auf dem Voralpenring, eine Zeitenjagt der etwas anderen Art, zurück nach 79 quasi.
Meine 2 alten Huracans gefallen mir immer noch gut, nachdem ich aber noch 2 neue WhiteKits im Kasten hatte habe ich mich entschlossen 2 neue aufzubauen und mich von den alten beiden zu trennen.
Sie wurden also mit dem NSR evo3 aufgerüstet, dazu Kugellager an die Hinterachse und eine passende, etwas aufwändigere Lackierung umgesetzt.
Es war ein Einfall in der Badewanne wie und wo ich am VAR 5.5 noch eine langsamere Passage umsetzen könnte, sie sollte leicht zugänglich sein, fahrerisch und technisch anspruchsvoll sein und sich in das bisherige Layout einfügen.
Also hingesetzt und am Streckenplaner einige Varianten umgesetzt, rausgekommen ist eine Passage wie ich sie mir vorgestellt habe, als Pilot hat man immer die Qual, lasse ich das Auto gleichmässig durch die Passage gleiten oder nutze ich die kurzen Geraden für jeweils kurze Beschleunigung, nach einigen hundert Runden habe ich selbst noch nicht rausgefunden was die schnellere Möglichkeit ist, wohl deshalb weil es von Auto zu Auto verschieden ist, die Lastwechselkurven fordern den die Autos genauso wie die Fahrer und zeigen die Grenzen des jeweiligen auf, aber wie man sich auch entscheidet, man hat immer das Gefühl….“es wäre doch schneller gegangen“.
Die Länge des VAR hat sich von 55,02m auf nun genau 60,04m verlängert und die Rundenzeiten liegen nun ca 1,5 sec höher, bei der ausgiebigen Testrunden erzielten die schnellsten Autos Rundenzeiten um die 14,5sec.
Es hat ja seine Zeit gebraucht bis Sideways den M6 auf die Slotter los gelassen hat. Die Zeile sind ziemlich passgenau und meiner Meinung nach ist er auch relativ einfach aufzubauen, einzig die hintere Scheibe braucht irgendwie mehr Sorgsamkeit, bei einem von meinen Beiden fehlte leider der Hinterbau der Rücklichter, was allerdings beim fertigen Auto sogut wie nicht auffällt und auch das einkleben der Rückichter war keine grosse Sache.
Da ich die Autos für meine Serie meist nach Firmen gestalte deren Waren ich auch im Haus habe war eine Samsunglackierung schon lange fällig.
Mit dem Babyraptor lässt mit dem M6 ganz entspannt crusen, für den Voralpenring fehlt ihm aber zuviel power, also wurde der Baby durch einen NSR EVO3 ersetzt der ja ident mit dem schwarzen Raptor von Sideways ist:
Normalerweise hat er eine Übersetzung von 12 x 28, und damit läuft er wirklich gut, hab einen der Beiden mit 13 x 28 ziemlich lang übersetzt wird sich bei ernsthaften Tests rausstellen was zu den besseren Zeiten führt.
Ich finde die Sideways ja grundsätzlich als ganz schöne Autos, die Dachlinie des M6 ist Geschmacksache, für meinen Teil dürfte sie zu flach geraten sein, aber für ein Slotcar ist das ja kein Nachteil, erinnert mich irendwie an der Mosler der ja auch etwas flach gedrückt aus der Presse kam.
Was ich an Sideways allerdings so gar nicht abkann sind deren Achslager, sicher sehr schnell, allerdings ist deren Laufleistung für meinen Geschmack eine Zumutung, also gleich Kugellager verbaut.
So aufgebaut müssen sich die bereits erprobten NSR Corvette, AMG GT und Aston Martins schon sehr strecken um ihn nicht nur von hinten zu sehen.
Irgendwie ist so ein Bentley schon ein edles Gefährt, aufgrund von Gewicht aber doch nicht so konkurenzfähig, also wurden sie vor zwei Jahren zum Spassmobil aussortiert. Nun kam mir der Gedanke sie nochmals von neu aufzubauen, diesmal aber mit den 17,9 SD Felgen am Plafit S32 Fahrwerk und befeuert von einem SD2056, war gleich ein Riesenunterschied und sie gehen nun ordentlich vorwärts. Da ich einen Bentley eben als sehr edel sehe sollte er keine zu bunte, sondern eine eher dezente Lackierung bekommen die zu diesem Auto passt. Ich entschied mich für metallicgrün und perlmutweiß mit dezenten goldenen Details.
Zwei Vipers sind vor voriges Jahr in der Schrottkiste gelandet, beide waren von Beginn an nicht wirklich konkurenzfähig, hingen immer so 3-5 Zehntel hinter den Besten her und wurden aus der Serie genommen und für Gäste verwendet die einfach mal auf der Bahn fahren wollten.
MIt der Zeit ging das eine oder andere zu Bruch und als bei beiden die Motorhalter komisch spröde wurden und brachen landeten sie in der Kiste.
Da es in der letzten Zeit nicht wirklich neue Modelle gab die ich aufbauen konnte oder wollte holte ich die beiden raus, beide wurden komplett entlackt, die gebrochenen Teile wie Spiegel, Spoiler, Frontlippe wurden repariert, ein zersprungenes Scheinwerferglas aus dem Deckel eines Joghurts nachgebaut etc. Hab dann zwei rote Motorhalter aus ebenfall ausrangierten 991 von Scaleauto eingebaut und die fühlen sich deutlich „weicher“ als die vorherigen schwarzen an.
Das Chassis mit orig.Motor, neuem Ritzel und der 11×25 Übersetzung ohne Karosse getestet und entgegen meiner Erwartung liefen die beiden wirklich gut bis sehr gut.
Also hab ich mir für dieses amerikanische Auto eine passende Lackierung überlegt und das ist dabei rausgekommen, fährt sich wirklich gut und macht auf der Bahn eine gute Figur.